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The End of the Alphabet 2015

Lea Moro performt die große Geste des Musicals in schlichter Abstraktion. Sie begibt sich auf einen extravaganten Alleingang und lässt das Publikum an der Verwundbarkeit, die darin mitschwingt, teilhaben. Auf Rollschuhen bewegt sie sich durch die glanzvolle Leere des Bühnenraums. Sie entwickelt dabei eine ebenso kraftvolle wie brüchige Gesangs- und Bewegungssprache. Gängige Inszenierungsmittel des Musical-Genres wie Emotionalität, Bühneneffekte, virtuose Showeinlagen und mitreißende Musik wurden in eine Solo-Inszenierung übertragen.

Zu Vivaldis Die vier Jahreszeiten (1725) singt sich Lea Moro durch ihr Musical. Wie bereits in ihren vorherigen Stücken Le Sacre du Printemps, a ballet for a single body und (b)reaching stillness bedient sich Moro damit erneut einer klassischen Musikkomposition. Ohne es konkret zu benennen, verhandelt The End of the Alphabet Momente, in denen vertraute Zustände zu Ende gehen. Diese Situationen und die damit verknüpften Eindrücke bilden den Stoff für Moros Musical. Klare Narration, eindeutig lesbare Stimmungen und ein beruhigendes Happy End bleiben aus. The End of the Alphabet bietet einen düster-humorvollen Raum für ambivalente Assoziationen, undeutliche Empfindungen und melodramatische Szenarien.

Credits

Konzept, Choreografie, Tanz: Lea Moro

Dramaturgie: Linda Sepp, Maja Zimmermann

Musical-Songs: Jana Sotzko

Lichtdesign: Annegret Schalke

Bühne/Kostüm: Cristina Nyffeler

Mitgestaltung Bühne „Traumballett“: Michiel Keuper

Dramaturgische Begleitung: Igor Dobricic,

Technische Leitung: Claire Terrien

Produktionsdramaturgie: Marie Schmieder

Grafikdesign: Vincenzo Fagnani

Fotos: Thies Raetzke, Dieter Hartwig

The End of the Alphabet ist eine Produktion von Lea Moro in Koproduktion mit K3 – Zentrum für Choreographie I Tanzplan Hamburg, Tanzhaus Zürich und Sophiensaele Berlin. Gefördert aus den Mittel des Hauptstadtkulturfond, Stadt Zürich Kultur, Kanton Zürich – Fachstelle Kultur, Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung und Hamburgische Kulturstiftung. Unterstützt von der Ernst Gönner Stiftung. Mit Dank an die Georges & Jenny Bloch Stiftung, Tanzfabrik Berlin, Wiesenburg e.V., Aula / Milchhof Berlin e.V.

Dates

20 – 21 01 16
Schwankhalle Bremen (D)
22 – 24 03 16
K3 Zentrum für Choreographie, Kampnagel Hamburg
09 – 12 05 16
Sophiensaele Berlin (Premiere D)
26 – 29 05 16
Tanzhaus Zürich (Premiere CH)
31 10 – 01 11 17
Festival Tanz in Bern, Dampfzentrale Bern (CH)

Press

Trailer

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